Die Geschichte des TuS 1861 Chemnitz-Altendorf e.V.
Über 160 Jahre Turntradition, Gemeinschaft und sportliche Erfolge
Die Wurzeln des TuS 1861 Chemnitz-Altendorf reichen bis in das Jahr 1860 zurück. Zwei junge Männer sollen damals die ersten Turnbegeisterten im Westen der Stadt gewesen sein. Bereits ein Jahr später, 1861, wurde der Turnverein Altendorf gegründet und legte damit den Grundstein für eine bis heute andauernde Erfolgsgeschichte. Mit der Gründung einer Turnerinnen-Abteilung im Jahr 1899 öffnete sich der Verein frühzeitig auch für den Frauensport.
Zu Beginn des 20. Jahrhunderts entwickelte sich der Verein stetig weiter. Bis zum Bau der vereinseigenen Turnhalle im Jahr 1913 trainierten bereits rund 270 Männer, Frauen und Kinder gemeinsam im Verein. Ein Jahr später, 1914, konnte die neue Turnhalle feierlich eingeweiht werden und bot fortan ideale Bedingungen für den Turnsport.
Auch sportlich machte der Verein auf sich aufmerksam. Bei den Arbeiterolympiaden 1925 in Frankfurt und 1929 in Wien erreichten die Turnerinnen und Turner vordere Platzierungen und machten den Verein weit über die Stadtgrenzen hinaus bekannt.
Mit der Machtübernahme der Nationalsozialisten begann jedoch eine schwierige Zeit. Der Arbeiterturnerbund wurde verboten und bereits 1933 die Altendorfer Turnhalle polizeilich geschlossen. Erst nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs wagten 20 Turner im Jahr 1948 einen Neuanfang und gründeten die SG Kaßberg.
Die folgenden Jahrzehnte waren von mehreren Namensänderungen geprägt. 1950 entstand aus der SG Kaßberg die BSG RFT Gerätewerk, bevor der Verein bereits ein Jahr später den Namen BSG Motor Altendorf erhielt. Trotz der veränderten Rahmenbedingungen blieb der Turnsport ein fester Bestandteil des Vereinslebens und wurde kontinuierlich weiterentwickelt.
Mit der politischen Wende erfolgte 1990 die Rückkehr zu den historischen Wurzeln: Der Verein trägt seitdem wieder den Namen TuS 1861 Chemnitz-Altendorf e.V. In den folgenden Jahren wurde insbesondere der Aufbau eines leistungsstarken Turnzentrums für Turnerinnen vorangetrieben. Ein besonderer Meilenstein war das Jahr 2008, als mit Joeline Möbius erstmals eine Turnerin des Vereins an Olympischen Spielen teilnahm. Bereits 2009 wurde die Turnhalle im Rahmen einer umfassenden Sanierungsaktion gemeinsam mit dem Radiosender RSA modernisiert. Ein weiterer Höhepunkt folgte 2011 mit der Feier des 150-jährigen Vereinsjubiläums, das unter anderem mit einem internationalen Länderkampf gegen die Turnnation USA gefeiert wurde.
Die Geschichte des TuS 1861 Chemnitz-Altendorf ist geprägt von Tradition, Zusammenhalt und der Leidenschaft für den Turnsport. Sie zeigt, wie sich der Verein über Generationen hinweg immer wieder neuen Herausforderungen gestellt hat und dabei seinen Werten treu geblieben ist. Dieses starke Fundament bildet auch heute die Basis für eine erfolgreiche Zukunft und ein lebendiges Vereinsleben.
